1946 in Deutschland, Westfalen, geboren.
Studium der Geographie und Romanistik in Münster,
Bordeaux und Heidelberg.
1971 bis 1977 Lehrtätigkeit in Franz. Guayana und in der
Elfenbeinküste. Anschließend Zugvogelexistenz mit
Reisen auf und in allen Kontinenten. Leben in Mexico,
Guatemala und seit 1992 in Chile.
1981 zufällig aufs Radieren gestoßen. Autodidakt.
Zahlreiche Ausstellungen in Dallas, Boulder (Colorado),
und Minneapolis; Teilnahme an Gruppenausstellungen
in den USA, in Mexico, Kuba und Chile.
Mir ist Martin Naarmann zufällig begegnet. Im Zug. Ein Ort zum Schweigen und
Sprechen. Wir sprachen. Martin lebt Sten Nadolnys "Netzkarte" immer noch,
aber transkontinental und zur Luft. Irgendwann sah ich dann einige seiner
Radierungen und konnte ihn überzeugen, das Internet als Äquivalent zu seiner
grenzenlosen Globaliserungstendenz zu begreifen: nirgends und überall zu Hause.
Martin Naarmann hat seit 1981 über 1700 Radierungen angefertigt.
NetZpunkt freut sich, 20 seiner Arbeiten real und online zu zeigen.
Er "verschenkt" seine Radierungen zu 50,- DM das Stück und reist.
Die Radierungen können über netZpunkt bezogen werden.
Zur Technik:
Die Radierung ist, wie der Kupferstich, eine grafische Technik,
bei der die druckenden Stellen vertieft liegen. Eine Kupfer-
oder Zinkplatte wird mit einer säurefesten Masse, dem Ätzgrund,
überzogen. Dann wird die Zeichnung übertragen, indem sie mit einer spitzen
Stahlnadel in den Ätzgrund geritzt wird. Die Platte wird an diesen
Stellen freigelegt. In einem Säurebad werden die bloßgelegten Linien
und Punkte geätzt. Nach Entfernung des Ätzgrundes nehmen diese die
Tinte oder Farben auf, die beim Durchlaufen der Presse an das
aufgepreßte Papier abgegeben werden. Wird mit der Stahlnadel
direkt auf die Platte gezeichnet, dann nennt man dies Kaltnadelradierung.
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